Oliver Brendel
Ich bin dann mal gelähmt
Vom Ironman zum
Pflegefall und zurück
»Ich bin dann mal gelähmt – Vom Ironman zum Pflegefall und zurück«
Der Ironman ist eine der größten sportlichen Herausforderung für einen Amateursportler. Oliver Brendel nahm sie an und erlangte 2005 mit einer Zeit von 12:51 und 2006 mit einer Zeit von 12:33 den verdienten Lohn für das harte Training.

Aber er wollte noch mehr: Unter zwölf Stunden, das war das Ziel. Schwimmen. Radfahren. Laufen. „Das muss möglich sein!“

Oliver Brendel, heute 42, verheiratet, zwei Kinder, ist von Beruf Fernsehmacher. Als Executive Producer und Geschäftsführer bei einer deutschen Produktionsfirma, reist er rund um die Welt. Mit seinem Sport hält er sich in Form, schafft Ausgleich für den Job.

Doch dann kommt alles anders: Gerade saß er noch vor dem Fernseher und dachte darüber nach, dass er am selben Tag 17 Jogging-Kilometer heruntergespult hat. Plötzlich verliert er Stück für Stück die Kontrolle über seine Motorik. Er kann seine Hände und Füße, Arme und Beine nicht mehr spüren.

Im Krankenhaus wird das Guillain-Barré-Syndrom diagnostiziert. Es ist grausamer als es klingt: »Es wird dazu führen«, sagt der Arzt, »dass ihr Körper innerhalb kurzer Zeit gelähmt ist. Im schlimmsten Fall droht eine Lähmung der Atemmuskulatur. « Das heißt künstliche Beatmung oder man erstickt.

Oliver Brendel leidet an einer Autoimmunkrankheit, die ihn innerhalb von zehn Tagen zum Pflegefall macht...

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